Auswärtsfahrt Veszprém vom 10.03. – 13.03.2017

 

Am Freitagmorgen war es endlich soweit, acht Mitglieder der „Hölle Nord“ machten sich mit einem Flughafen-Zubringer auf den Weg nach Hamburg. Dort angekommen wurde als erstes das Gepäck

aufgegeben, direkt mal über den „Priority Checkpoint“.

War ja auch schließlich wichtig genug, dass es los ging nach Veszprém. Dann ging es in die Warteschlage, um durch die Sicherheitskontrolle durch zu gehen. Und man wurde schon angesprochen zu welchem Verein denn die Hölle Nord gehöre.

Danach war etwas Zeit für einen kleinen Flughafenbummel. Der Abflug-Zeitpunkt rückte immer näher und wir stellten fest, dass Spieler in Richtung Gate liefen. Ja so war es tatsächlich, Ljubo kam auf die wartenden Mitglieder der Fanclubs „Hölle Nord“ und „Wikinger“ zu und war begeistert; so viele am Flughafen zu treffen.

Das Boarding begann und so langsam nahmen alle in dem Flieger von Eurowings ihre Plätze ein, so kam es, dass alle zusammen saßen: Spieler, Trainer, Geschäftsführung, Physioteam und die Fanclub-Mitglieder bzw. SG-Fans.

Mit etwas Verspätung ging es los, um halb eins rollte das Flugzeug Richtung Startbahn und hob schließlich ab. Leider war es sehr windig und desto dichter Budapest kam, umso windiger und regnerischer wurde es, so dass die Reisenden wegen Turbulenzen aufgefordert wurden die Plätze nicht mehr zu verlassen bzw. den Platz einzunehmen und den Gurt anzulegen. Eine etwas holprige Landung war geschafft und es ging mit dem reservierten Leihwagen los. Budapest war eine

Herausforderung zu fahren, denn zum Teil ging es ein- oder mehrspurig durch die Stadt. Auf einer Brücke hieß es dann auf einmal im Auto, dass der Fluss eigentlich eine Abkürzung für Donna Augustin ist, dies erwies sich aber als zu lang und daher der Name „Donau“. Nachdem sich dann doch so langsam der Hunger einstellte, war der nächste Halt ein Einkaufscenter. Nach einem kurzen Check, was es dort alles so gibt, wurde bei Subway gespeist. Danach wurde sich mit den nötigen Getränken für das Wochenende eingedeckt, so kamen Coca Cola Flaschen mit Weihnachtsmotiv, Selter und keine Falschen für Unterwegs in den Einkaufswagen. Nachdem der Einkauf im Auto verstaut war, ging es nach Veszprém in das Hotel „Gizella Hotel *** és Étterem“. Auf dem Weg dorthin, wurde gequatscht, gelacht und sich die Umgebung angeschaut. Auf der Fahrt in Richtung Veszprém kam eine Tempozone nach der anderen, sodass man sich schon gar nicht wunderte, wenn es auf mal in einer 70er Zone runter ging auf 40 km/h. Doch nach ca. eineinhalb Stunden erreichte man das Hotel.

Mittlerweile war es dunkel, aber trotzdem entging es einem nicht, dass das Hotel direkt neben der Burg lag. An der Rezeption wurde man sehr herzlich empfangen und es wurden die Kontaktdaten der mitreisenden Personen notiert und die Zimmer zugeteilt. Die Zimmer lagen im ersten Stock und alle vier beieinander. Kurze Zeit später wurde das Restaurant des Hotels aufgesucht und lecker zu Abend gegessen. Das Angebot war nicht groß, aber für Jeden etwas dabei. Wir hatten Glück, denn zum

ersten Mal in Ungarn hatten wir eine Person die Deutsch sprechen konnte. Und so folgte ein lustiger Abend, an dem es einem unbedingt nahe gelegt wurde einen Palinka zu probieren. Diesen gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Palinka ist die ungarische Bezeichnung für einen Obstbrand. Nachdem der Abend weiter fortgeschritten war, gingen alle auf das eigene Zimmer und eine Zeit zum Frühstück wurde vereinbart. So endete ein anstrengender Tag mit vielen neuen Eindrücken.

Am Samstagmorgen wurde um neun Uhr vom Buffet gefrühstückt, dabei ging es an die Tagesplanung. Denn es war „Gameday der SG Flensburg-Handewitt“. Nach dem Frühstück ging es bei strahlendem Sonnenschein und Wind raus auf Erkundungstour. Das erste Ziel ist hoch auf die Burg.

Dort hatte man einen sehr schönen Ausblick auf Veszprém in alle Himmelsrichtungen. Praktisch dabei war, dass auf der anderen Seite direkt die Stadt gelegen ist und so der Weg über ein paar Umwege in die Innenstadt führte. Wir kehrten in eine kleine unscheinbare Kneipe ein und sammelten wieder ein bisschen Kraft. Diese Kneipe wurde kurzerhand die „Hafischbar“ genannt. Denn es wirkte wie eine Fischerskneipe mit ausgestopften Fischköpfen und Malereien von der Unterwasserwelt an den Wänden. Nachher ging es dann langsam in Richtung „Veszprém Arena“ und auf den Weg dorthin schallte immer häufiger ein „Hejra Veszprém“ entgegen, was so viel heißt wie „Auf geht´s Veszprém“. Dass Flensburger Fans die Stadt unsicher machten konnte man schon von weiten hören, denn die Stimmung war gut und so wurde der eine oder andere Fangesang angestimmt. Um 14:30 Uhr herum wurden kurzerhand zwei Taxen in Beschlag genommen, um zur Veszprém Arena zu kommen. Dort angelangt war es doch etwas pustig und so ging ein Teil über die Straße zu dem nahegelegenen Tesco

Laden und ins Café, um eine Stärkung zu sich zu nehmen. Denn schließlich war es der Plan die Mannschaft lautstark zu unterstützen. Bevor das Spiel begann traf man sich vor der Arena mit dem Fanclub „Alte Garde“ und kurz darauf rollte der Mannschaftsbus der Telekom Veszprém an und Ljubos Jungs stiegen aus. Dierk Schmäschke ließ es sich nicht nehmen kurz „Hallo“ zu sagen und einen kleinen Plausch zu halten. Die Halle war nun geöffnet und es wurde der Gästefanblock mit den mitgebrachten Bannern, Fahnen, Schals und Trommeln ausgestattet. Es war kurz vor halb sechs und die Mannschaft lief unter tosendem Applaus in die Halle ein. Auch die Veszprém-Fans hießen die

Mannschaft herzlichst Willkommen. Auf ging es in ein spannendes Spiel. Bange Minuten, Spielweisen und Schiedsrichterentscheidungen wurden hinterfragt und so hieß es mit dem Schlusspfiff 34:28 (17:18). Einige Zeit nach Spielende wurden immer noch Fangesange in die Halle geschmettert und so peu à peu leerte sich der Gästefanblock. Auf dem Parkplatz wurde sich über das Spiel ausgetauscht und dann hieß es für die Hölle Nord wieder zurück ins Hotel. Das Restaurant hatte am  gestrigen Abend Eindruck hinterlassen und so aß man beisammen, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Nach einer doch etwas erholsamen Nacht ging es am nächsten Morgen an den Balaton. Der Ort Keszthely am westlichen Rand des Balatons war das erste Ziel, ein kleiner Spaziergang war mit viel Wind und leichten Regentropfen möglich. Danach wurde das Navigationsgerät auf die Stadt Balatonfüred eingestellt und es ging entlang des Balaton dorthin. Diese Stadt lag am östlicheren Teil des Binnensees. Auf dem Weg dorthin sah man Weinberge in Privatgärten und viele Obstbäume.

Man war sich einig, dass die Straßenverhältnisse nicht gerade sehr gut waren, zum Teil waren doch sehr große Schäden auf den Fahrbahnen und zwang einem zum Abbremsen. Nach circa einer Stunde und 65 km Strecke hielt der 9-Sitzer-Bus am Ziel Balatonfüred und es war sogar möglich ein paar Sonnenstrahlen einzufangen. Ein Spaziergang an der Strandpromenade machte durstig und hungrig. Ein kleine Pizzeria lud zum Verweilen ein, der kleine Hunger wurde gestillt und nach kleinen

Fotoshootings am Wasser und der Promenade wurde der Heimweg ins Hotel angetreten. Denn dort wartete man auf die Gäste zum Essen. Der letzte Abend brach an und so neigte sich das Wochenende dem Ende zu.

Am Montagmorgen ging es früh auf den Weg nach Budapest zum Flughafen, denn der Leihwagen wollte abgegeben, die Tickets gedruckt und das Gepäck aufgegeben werden. Circa eine dreiviertel Stunde blieb zum Verweilen, nach dem „Check in“ und einem kurzem Aufenthalt begann bereits das Boarding. Die Plätze im Flieger wurden eingenommen und bei strahlendem Sonnenschein rollte die Maschine Richtung Startbahn und ein angenehmer Flug begann. Nach eineinhalb Stunden landete das Flugzeug in Hamburg und am „Meeting Point“ wartete bereits der bestellte Shuttleservice nach Flensburg. Nach einer doch sehr ruhigen Rückfahrt, denn alle waren sehr müde, passierte der

Shuttleservice das Ortsschild Flensburg und die ersten wurden schon auf der Exe erwartet. Und alle traten gut gelaunt und doch müde den Heimweg an. Nach einem verlängertem Wochenende in Ungarn mit viel Spaß, spannenden Unterhaltungen und einem schönen Spiel der SG Flensburg-Handewitt ist die Freude groß auf das nächste Heimspiel in heimischer Hölle Nord.

Bis bald … Stefanie Thomsen